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2.820,00 Euro für die Eine Welt
KSJ-Projekttag „Eine Welt für alle“ und KSJ-Solidaritätslauf am Gymnasium Freyung

von Valentin Wagner

 
Freyung. Am Gymnasium fand ein Projekttag unter dem Motto „Eine Welt für alle“ mit einem Solidaritätslauf für sechs Projekte statt. Durchgeführt wurde beides durch die Freyunger Stadtgruppe des Schülerverbandes Katholische Studierende Jugend (KSJ) in Zusammenarbeit mit der Schulpastoral an der Schule; die Gesamtleitung lag bei Marcus Güll-Uhrmann, dem Beauftragten für Schulpastoral und dem geistlichen Leiter der Freyunger KSJ. Die mitwirkenden Schüler erliefen die fantastische Spendensumme von 2.500,00 Euro.
 

Ein KSJ-Projekttag fand heuer schon zum dritten Mal statt - nach dem im Jahr 2012 unter dem Motto „Eine Welt – eine Schule“ und dem im Jahr 2013 unter dem Motto „FAIRsuchen“. Sogar schon zum vierten Mal wurde ein KSJ-Solidaritätslauf organisiert - nach denen in den Jahren 2011 bis 2013.

KSJ-Stadtgruppenleiter Samuel Markert erklärt die Idee: „Wir stellen den Solidaritätslauf im Stadion am Oberfeld in den Mittelpunkt des diesjährigen Projekttages. Jede Jahrgangsstufe des Gymnasiums hat 45 min. Zeit zum Laufen und damit zum Spendensammeln.“ Die Schüler ließen sich nämlich ihre Runden z. B. von Mama, Papa, Oma, Opa, einem Geschäftsmann, einem Lehrer usw. sponsern. Wie viele Runden jeder Teilnehmer lief und welchen Betrag er sich sponsern ließ, blieb seiner Überzeugungskraft überlassen. Jeder Schüler musste mit seinem Sponsor einen Vertrag abschließen und erhielt am Ende seines Laufs eine Urkunde über die gelaufenen Runden und den gespendeten Betrag.

Die Jahrgangsstufen wechselten sich beim Laufen ab. Während die eine einen Workshop hatte, konnte eine andere laufen. Die Schüler hatten bei der Aktion viel Spaß, lernten aber zugleich im Workshop, wie ihr gespendetes Geld in der Einen Welt Gutes bewirkt.

„Das Wort ‚Laufen‘ soll man nicht allzu wörtlich nehmen. Einzelne Schüler drehten ihre Runden im Spaziergehen mit einem Ratsch.“ Erläutert Lisa Pauli, eine weitere KSJ-Stadtgruppenleiterin. Manche Schüler spendeten einen hohen Betrag pro Runde, liefen aber eher wenig, manche nur eine Runde. „Absoluter King war Daniel Sebald, Klasse 10 a. Er hat den fantastischen Tagesrekord mit 43 Runden erzielt“, zollte Lisa Pauli Lob. Er war aber nicht der einzige, der Herausragendes für die gute Sache leistete. Auch einige jüngere Schüler liefen mehr als zwanzig Runden.

Für alle gab es zusätzlich noch Verpflegung in der Aula mit Kaffee, Kuchen, Wurst- und Käsesemmeln und kalten Getränken.

„Außerdem soll allen Schülern bewusst werden, an welche sechs Projekte die erlaufenen Gelder zu gleichen Teilen gespendet werden. Dass das Gymnasium sie zum Teil schon seit Jahrzehnten unterstützt, wird in Workshops vorgestellt“, ergänzt Samuel Markert die Idee weiter.

Jede Jahrgangstufe besuchte einen anderen Workshop. Er begann mit einem Impulsreferat eines auswärtigen Referenten über das Projekt. „Danach ging der Workshop in Arbeitsgruppen in den einzelnen Klassen weiter. Sie wurden von uns KSJ-lern selbst gestaltet. Dabei wurde der Hintergrund der Projekte mit schüleraktivierenden Methoden, z. B. Quiz, Suchseln, Spielen, Filmen, Malen etc., beleuchtet“, erzählt Mona Weishäupl, ebenfalls KSJ-Stadtgruppenleiterin.

Die Referentin Elsa Maurer kam von der Hilfsorganisation Ora International in Schärding und brachte ihre langjährige Erfahrung bei Hilfsprojekten in der Einen Welt mit. Sie veranschaulichte der fünften Jahrgangsstufe das Projekt „Määärry Christmas, Ziegen und Kühe für Ghana, Uganda, Nigeria, Indien, Nepal & Haiti“. „Das Tolle bei diesem Projekt ist, dass arme Familien in der einen Welt eine Ziege als Hilfe zur Selbsthilfe erhalten“, erklärt Felix Manzenberger, ein weiterer KSJ-Stadtgruppenleiter. Die KSJ Freyung führt dieses geniale Projekt sehr erfolgreich seit über zehn Jahren in der Adventszeit durch.

Über das Projekt „Sachspenden für Bulgarien“ informierte sich die sechste Jahrgangsstufe. Referentin war hier Katharina Mantler, ebenfalls von der Hilfsorganisation Ora International in Schärding. Die umfangreichen Spenden fährt jedes Jahr im Herbst ein Lkw nach Bulgarien. Maximilian Albert erklärt: „Wir freuen uns besonders, dass wir auch den ehemaligen Gymnasiallehrer Robert Kruspersky bei unserem Projekttag begrüßen durften, der dieses Projekt vor ca. zwanzig Jahren ins Leben gerufen hat.“

Monsignore Josef Tiefenböck, ein ehemaliger Freyunger und aktuell Pfarrer in Ruhstorf, ist Vorsitzender des Kinderdorfvereins Guarabira in Altötting und besuchte im Rahmen dieser Tätigkeit schon mehrfach das dortige Straßenkinderdorf. Er beschrieb den Schüler der siebten Jahrgangsstufe das Projekt „Straßenkinder (Jungen) in Guarabira / Brasilien“. Lukas Eider meint dazu: „Wir sind stolz auf dieses Projekt, das das Gymnasium schon am längsten unterstützt, nämlich seit ca. vierzig Jahren. Initiiert wurde dieses Projekt von einem anderen ehemaligen, mittlerweile schon verstorbenen Gymnasiallehrer, Monsignore Konrad Prinz.“

Den weitesten Anfahrtsweg hatte der Referent Bernd Ziegler von der Hilfsorganisation Missio in München. Er erklärte der achten Jahrgangsstufe das Projekt „Straßenkinder (Mädchen) in Nairobi / Kenia“. Dieses begann vor ca. 15 Jahren, weil die Schülerinnen einer damaligen schulischen Arbeitsgruppe „Eine Welt“ nicht nur ein Straßenkinderprojekt für Jungen unterstützen wollten, sondern auch eines für Mädchen.

Beide Straßenkinderprojekte wurden v. a. in den Jahren 2000 bis 2007 durch die Aktion „Monatsfufzgerl“ gefördert, bei denen die Gymnasiasten jeden Monat 50 Cent spendeten. „Dabei kam der fantastische Betrag von ca. 15.000,00 Euro zustande“, kann sich Mona Weishäupl begeistern. Mittlerweile wird den Straßenkindern in unregelmäßgen Abständen gespendet, z. B. bei der Kollekte in den Weihnachtsgottesdiensten.

Der Referent Dieter Reichardt, ehemaliger Religionslehrer und Vorsitzender des Fördervereins Abbé Felix in Hinterschmiding, erläuterte der neunten Jahrgangsstufe „Entwicklungsprojekte in der demokratischen Republik Kongo“. Hier arbeitet die KSJ seit ca. 20 Jahren mit Pfarrer Abbé Felix zusammen, der aus dem Kongo abstammt und vor ca. 20 Jahren Pfarrer in Hinterschmiding war. Damals begann das unregelmäßige Engagement des Gymnasiums für seine Projekte mit einem Studientag über Afrika.

Die Schüler der zehnten Klassen beschäftigen sich mit „Projekten für Flüchtlinge“, die ihnen die Referentin Lee Tanzer, Abiturientin 2018 und Vertreterin des „Freyunger Bündnisses für Aufgeschlossenheit“ näherbrachte. Dieses Bündnis von mittlerweile fast 20 kirchlichen, politischen und zivilgesellschaftlichen Grupperungen und Institutionen aus Freyung wurde vor vier Jahren vom evangelischen Pfarrer Thomas Weinmair in Freyung gegründet. Felix Manzenberger führt aus: „In diesem Bündnis arbeiten die Freyunger KSJ und die Schulpastoral am Gymnasium Freyung sogar als aktive Mitglieder mit. Sie beteiligten sich z. B. an einer Plakataktion über die Vorurteile gegen Flüchtlinge, an den interkulturellen Festen im Rahmen von zwei Sonnytagen und an einer Plakataktion über Asyl.

Die organiserenden KSJ-ler waren sich alle einig: „Ein Projekttag, der besser nicht hätte laufen können.“ Alle beteiligten Referenten, Lehrer und Schüler lobten diesen Tag überschwänglich und hoffen auf eine baldige Wiederholung.

 
 
Foto 1: Bildunterschrift: Alle Akteure beim KSJ-Projekttag „Eine Welt für alle“ auf einem Bild. Knieend v. li.: Samuel Markert, Felix Manzenberger (beide KSJ), Cheforganisator Marcus Güll-Uhrmann; stehend hi. V. li.: Schulleiterin Barbara Zethner, Referent Dieter Reichardt, Referent Josef Tiefenböck, Mona Weishäupl (KSJ), Referent Bernd Ziegler, Referentin Lee Tanzer, Initiator Robert Kruspersky, Referent Elsa Maurer, Sportlehrerin Evi Stangl und Referentin Katharina Mantler. Nicht auf dem Bild Maximilian Alberth, Lukas Eider und Lisa Pauli (alle KSJ). (Foto: Valentin Wagner)
 
 
Foto 2: Bildunterschrift: Der aktivste Läufer beim KSJ-Solidaritätslauf Daniel Sebald, Klasse 10 a. (Foto: Valentin Wagner)
 
 
Foto 3: Bildunterschrift: Referent Josef Tiefenböck bei seinem Impulsvortrag über das Straßenkinderdorf in Guarabira / Brasilien. (Foto Antonia Groß)
 
 
Foto 4: Bildunterschrift: Schnappschuss vom KSJ-Solidaritätslauf. (Foto: Valentin Wagner)
 

 

 

 
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