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Weihnachten 2014
 
Liebe Freunde und Wohltäter
unseres gemeinsamen Freundes Abbé Felix
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die Weihnachtsbotschaft des Engels an die Hirten beginnt mit den Worten “Fürchtet euch nicht.“ Der Glanz unserer Weihnachtsbäume und die Wärme unserer Heilig-Abend-Stimmung können uns aber über die Realität unseres Lebens und unserer Welt nicht hinwegtäuschen. Wir sind in Sorge. Viele Ängste treiben uns um: Krieg in Syrien, im Irak und in der Ukraine. Die Probleme im Kongo kommen leider in unseren Medien kaum zur Sprache, sind aber vor allem im Osten des Landes an der Tagesordnung. Terror und Gewalt, auch in unserem Land, verbunden mit dem Flüchtlingselend und den Asylsuchenden, bereiten uns Angst, ganz abgesehen von den eigenen Sorgen und Problemen, die jeder einzelne von uns zu tragen hat.

Die Weihnachtsbotschaft der Engel will aber ein Licht in das Dunkel unseres Lebens und in unsere Welt bringen. Lassen wir diese Botschaft „Fürchtet euch nicht“ in unser Herz eindringen, es kann uns auf unserem Weg begleiten und stärken.

Wenn wir als Mitglieder, als Freunde und Wohltäter unseres Fördervereins Abbé Felix e.V. in diesem Jahr Weihnachten feiern, dann denken wir zurück an ein Jahr, das wieder von großem Engagement zahlreicher Mitglieder geprägt war, das aber auch Schwierigkeiten für Felix im Kongo mit sich brachte.

Bereits im letzten Jahr ist die Industrieelektronikerin Claudia Bumke aus Lindau am Bodensee über die im SWR gezeigten Filme auf die Entwicklungsprojekte von Abbé Felix im Kongo aufmerksam geworden. Sie hat mit großem Engagement in Eigeninitiative ein Solarprojekt für den Kongo entwickelt, um die Schule in Phalanga mit Strom zu versorgen. Innerhalb weniger Wochen hat Claudia Bumke auch durch Spendenaktionen eine Finanzierung für diese Anlage organisiert. Die Vorstandschaft hatte bereits im Vorfeld einen Container geplant,um die Solaranlage und weitere Gegenstände (z.B. Krankenhausbetten, Stromaggregat, Schulbedarf, Fahrräder usw.) in den Kongo zu bringen. Mitte Mai konnte dann in Ringschnait (Baden-Württemberg) durch die Familie Mader, Abbé Felix und zahlreiche Mithelfer der Container beladen und anschließend zum Hafen nach Hamburg transportiert werden. Claudia Bumke ist dann Ende Juli mit Abbé Felix in den Kongo geflogen, um dort die Solaranlage auf dem Schulgebäude zu installieren und in Betrieb zu setzen. Der Container ist zwar im Hafen von Matadi angekommen, doch wurde er dort nicht freigegeben. So war es den beiden nicht möglich, während des fast vierwöchigen Aufenthaltes von Claudia Bumke diesen zu entladen, die Solaranlage in das Heimatdorf von Abbe Felix zu bringen und dort auf dem Dach der Schule zu installieren. Abbé Felix ist es dann zumindest noch gelungen, am letzten Tag seines Aufenthaltes den Container mit Freunden zu entladen und den Inhalt in Empfang zu nehmen. Die Installation der Solaranlage soll dann zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen werden. Abbé Felix und Claudia Bumke waren natürlich nicht glücklich über diese Situation, aber leider sind halt die Verhältnisse im Kongo nicht mit denen in Deutschland zu vergleichen.

Abbé Felix begleiteten im Sommer auch Hans Peter Kurz und Egon Fischer in seine kongolesische Heimat. Beide berichteten am 28. September bei einem Afrika-Tag in einem Lichtbildervortrag von ihren Erfahrungen und Erlebnissen. Die Gläubigen der Seelsorgeeinheit Schwäbischer Wald konnten an diesem Sonntag einen Eindruck afrikanischer Gottesdienstkultur miterleben. Rhythmische Klänge des Bobota Chors, zweistimmige Gesänge, begleitendes Mitklatschen der ganzen Gemeinde und die bewegende Eucharistiefeier mit Abbé Felix und Innocent Kiluiba waren für alle eine neue und positive Erfahrung. Unser Beiratsmitglied Michael Jüschke konnte dann mit zahlreichen fleißigen Helfern bei strahlendem Sonnenschein im Pfarrhof mit einem großen Angebot aus der Küche ein fröhliches Fest gestalten und eine stattliche Summe für die Projekte im Kongo an den Förderverein überweisen.

Da Abbé Felix in diesem Jahr nicht zur Jahreshauptversammlung nach Hinterschmiding kommen konnte, folgte er einer Einladung des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung Anfang November zum 50-jährigen Hinterschmidinger Pfarreijubiläum. Im Rahmen des Pfarrfamilienabends berichtete er in einem Lichtbildervortrag ausführlich über den Stand seiner Entwicklungsprojekte in seiner kongolesischen Heimat. Der Afrika-Chor „Furaha“ unter der Leitung von Manuela Jüttner brachte mit zwei Liedern afrikanische Stimmung in die Veranstaltung. Am Sonntag beim Festgottesdienst zelebrierte Abbé Felix auch noch mit und konnte sich dann bei der anschließenden Agape bei herrlichem Herbstwetter mit vielen alten Freunden unterhalten, bevor er dann mit Irmgard Mader wieder nach Baden-Württemberg zurück fuhr.

Die Vorstandschaft des Fördervereins dankt nun am Ende eines ereignisreichen Jahres allen Mitgliedern und Freunden für ihre Spenden, für ihr Engagement und nicht zuletzt auch für ihr Gebet. Sie sind die wahren Hirten am Stall von Bethlehem. Wir sagen allen ein herzliches Vergelt`s Gott, vor allem auch im Namen von Abbé Felix, der Sie mit Ihren Anliegen, Sorgen und Nöten in der Christmette mit einschließt.

Wir wünschen Ihnen frohe, besinnliche und gesegnete Weihnachten und hoffen für uns alle, für die vielen Flüchtlinge in unserem Land und für die Menschen im Kongo, dass das Jahr 2015 ein friedvolleres Jahr wird. Möge die Weihnachtsbotschaft, wie sie Lukas in seinem Evangelium verkündet, tief in unser Herz eindringen und uns alle mit Freude erfüllen.

 
Dieter Reichardt

1. Vorsitzender

 

 
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