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Weihnachtsbrief 2017
 
Liebe Freunde und Wohltäter
unseres gemeinsamen Freundes Abbé Felix,
 

Was Advent und Weihnachten anbelangt, so ist in diesen Tagen viel Kitsch und viel Kommerz in den Medien und auf den Straßen unterwegs. Die eigentliche Botschaft der Weihnacht gerät oft in den Hintergrund. Wie wohltuend war es für mich als ich am letzten Sonntag des Kirchenjahres besinnliche Gedanken zur Advents- und Weihnachtszeit von Dr. Fritz Haselbeck hörte, die zu einer stillen Besinnung hinführten und meiner Seele wirklich gut taten. „Sterne der Weihnacht“ – Gedichte und Prosatexte mit stimmungsvollen Fotographien, die das besondere Geheimnis von Advent und Weihnachten thematisierten und zu einer besonders tiefen Meditation führten.

Engel spielen in der Weihnachtsgeschichte eine wichtige Rolle. Der Engel Gabriel verkündet Maria die Geburt eines Sohnes. Ein Engel überbringt den Hirten die Frohe Botschaft: „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr“ (Lk 2,11). Und ein himmlisches Heer von Engeln stimmt das weihnachtliche Lied an: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden“. Engel (griech. angelos) sind Boten Gottes. Sie verkünden den Menschen Gottes Wort. Sie zeigen ihnen Gottes helfende und heilende Nähe an. Noch einmal kurz zurück zu dem besinnlichen Buch von Fritz Haselbeck. „Engel“ nennt er eine Betrachtung. „Es müssen keine fernen Wesen sein, die irgendwo im weiten Himmel leben. Engel können Menschen sein wie Du und ich.“ Auch Du bist ein Engel, wenn Du Dich für andere engagierst, Zeit für Menschen investierst, wenn Du solidarisch bist mit den Nöten der Ärmsten in unserer Welt.

So möchte ich alle Mitglieder unseres Fördervereins und alle, die die Projekte von Abbé Felix im Kongo unterstützen „Engel“ – himmlische Boten nennen.

Für das nun zu Ende gehende Jahr will ich in einem kurzen Rückblick einige Schwerpunkte hervorheben, die unseren Förderverein bewegten.
Im März berichteten Hans Madl-Deinhart und seine Frau Margarete im Gemeindesaal in Hinterschmiding noch einmal von Ihrem „Urlaub“ im Kongo und ihrem Besuch in Phalanga Beide berichteten von einer guten Entwicklung in der Krankenstation und in der Schule.
Das traditionelle Fastenessen am Misereor-Sonntag, bei dem wieder viele fleißige Helferinnen und Helfer am Werk waren wurde von der Pfarrei gut angenommen.
Der Furaha-Chor unter der Leitung von Manuela Jüttner gestaltete musikalisch den liturgisch gut vorbereiteten Misereor-Gottesdienst.
Auch in unserer Seelsorgeeinheit „Schwäbischer Wald“ organisierte ein fleißiges Team das Fastenessen, dessen Erlös auch den Projekten von Abbé Felix zugute kam. Allen ein ganz großes Vergelt`s Gott für diese Solidarität.
Im Mai bemühte sich in Spraitbach ein engagiertes Team unter der Leitung von Markus Winter einen Container zu laden, der dann am 8. Juni Richtung Hamburg starten konnte und am 5. August in Boma ankam.
Abbé Felix verbrachte seinen Heimaturlaub vom 29. Juli bis 28. August im Kongo. Leider musste er am 5. August den Heimgang seiner ältesten Schwester Berte Phaku betrauern und sie in Phalanga zu Grabe tragen.
Die Entladung des Containers und den Transport ins Dorf konnte Felix dann selbst noch mit einigen Schwierigkeiten organisieren.
Zur Jahreshauptversammlung am 1. September in Hinterschmiding war Felix dann leider nicht anwesend, weil eine Trauerfeier für seine Schwester in Belgien geplant war.
Über die schwierige politische Situation im Kongo, bedingt durch Präsident Kabila, versuchte ich selbst in einem kurzen Bericht zu informieren.
Ein großer Dank gilt unserem Kirchenchorleiter Alois Seidl, der für seinen 70. Geburtstag keine Geschenke wünschte, sondern darum bat, für die Projekte von Felix zu spenden, was seine Gäste auch gerne befolgten.
Im Oktober haben wir seitens der Vorstandschaft erneut einen Antrag für 2018 an „Engagement Global“ in Bonn eingereicht, mit der Bitte um weitere finanzielle Unterstützung.
Am 13. Oktober war ich als Vorsitzender in Bayreuth zu einem Vortrag der Katholischen Akademie: „Verantwortung für Afrika“. Erzbischof Dr. Ludwig Schick, Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz und Günther Nooke, Afrika-Beauftragter der Bundeskanzlerin betonten, dass es im Interesse Deutschlands und Europas sei, den Afrikanern zu helfen, im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe. Der Erzbischof plädierte für den Ausbau des Bildungswesens und der gesundheitlichen Versorgung. Beides versucht unser Förderverein dank Eurer Hilfe seit 18 Jahren genau in diesem Anliegen. Als Christen, so der Erzbischof, müssten wir uns für Afrika einsetzen, schließlich seien vor Gott alle Menschen gleich und man müsse die universalen und individuellen Menschenrechte für alle einfordern und dafür sorgen, dass alle Menschen gleiche Entwicklungsmöglichkeiten bekämen.
Das Herbstfest am 12. November in Zimmerbach war ebenfalls wieder ein voller Erfolg. Mit einem Familiengottesdienst, den Felix unter das Thema stellte, „Einer hat uns angesteckt mit der Flamme“, wurde der Sonntag eingeleitet. Der 1. Vorsitzende des Kirchengemeinderates Dietmar Schmid lud dann in den Gemeindesaal in Zimmerbach ein, wo Felix mit eindrucksvollen Bildern schilderte, wie der prall gefüllte Container mit Hilfsgütern beladen wurde und auf Reisen ging und wie er während seines Urlaubs dann beim Entladen in seinem Heimatdorf Phalanga selbst mithalf.
Felix dankte allen Spendern und fleißigen Unterstützern.
Beirat Michael Jüschke konnte den Erlös auf das Konto des Fördervereins überweisen.
Am 29. November feierte Felix in Fatima seinen 60. Geburtstag. Es war sein persönlicher Wunsch, keine eigene Feier in der Seelsorgeeinheit zu veranstalten. Gottes Segen möge Felix weiterhin begleiten und die „Mutter aller Völker“ ihm immer in all seinen vielen Anliegen zur Seite stehen.

Allen treuen Mitgliedern und Wohltätern unseres Vereins ein herzliches Vergelt`s Gott für Eure Solidarität und Euer Engagement, für Eure großzügigen Spenden und nicht zuletzt auch für Euer Gebet. Ihr alle seid die wahren „Engel“ unseres Fördervereins, so wie ich sie am Anfang meines Briefes beschrieben habe.

Wir, die Vorstandschaft und unser Beirat wünschen Ihnen und Ihren Familien frohe, besinnliche und gesegnete Weihnachten und für das Neue Jahr 2018 Gesundheit, Frieden und Gottes Segen.

Abbé Felix wird uns alle in der Christmette mit unseren Sorgen und Nöten in sein Gebet einschließen.

Dieter Reichardt
1. Vorsitzender
 

 

 

 
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